Göteborg – zwischen Zimtduft und Seeluft
Die schönen Ecken von Göteborg muss man ein wenig suchen. Wer sich einfach vom Menschenstrom treiben lässt, landet in der Haupteinkaufsstrasse – hübsch, aber ziemlich austauschbar. (Ausser vielleicht, dass es hier gleich mehrere Filialen des Naturkompaniet gibt – einem schwedischen Outdoorladen, den man sich merken sollte 😉).
Aber sie existieren – die charmanten Seiten Göteborgs. Allen voran das Viertel Haga, bekannt für seine riesigen Zimtschnecken, geliebt für seine bunten Holzhäuser und gemütlichen Cafés. Hier kann man stundenlang sitzen und dem gemächlichen Treiben zusehen. Hoch über dem Viertel thront der Aussichtspunkt Skansen Kronan, von dem aus man sich einen wunderbaren Überblick über die Stadt verschaffen kann.
Ich lasse mir die Highlights der Stadt bei einer Bootstour erklären – entspannt, informativ und mit einer frischen Brise um die Nase. Nicht umsonst wird Göteborg gerne als das „kleine Amsterdam Schwedens“ bezeichnet – mit seinen vielen Kanälen und Brücken. Warum das so ist? Ein kleiner Blick in die Geschichte gibt Aufschluss:
Göteborg – Schwedens Tor zur Welt
Gegründet im Jahr 1621 von König Gustav II. Adolf, liegt Göteborg an der Westküste Schwedens, dort wo der Göta älvins Meer mündet. Mit rund 600’000 Einwohner:innen – im Grossraum sogar über eine Million – ist sie die zweitgrösste Stadt des Landes, nach Stockholm.
Die Stadt wurde auf Sumpfland errichtet – mit Hilfe niederländischer Stadtplaner, die ihr die typischen Kanäle und Brücken verliehen.
Lange Zeit war Göteborg ein bedeutendes Zentrum für Handel, Schifffahrt und Schiffbau. Heute präsentiert sie sich als moderner Knotenpunkt für Innovation, Bildung und Nachhaltigkeit. Der Göteborgs Hamn ist nach wie vor der grösste Hafen Skandinaviens – und das Tor Schwedens zur Welt.
Orte, die man gesehen haben sollte
- Haga – charmantes Altstadtviertel mit Skansen Kronan und riesigen Zimtschnecken
- Feskekôrka („Fischkirche“) – Markthalle und Restaurants direkt am Wasser
- Saluhallen – gedeckter Markt mit Food-Ständen aus aller Welt
- Kronhusbodarna – Kunsthandwerk und Cafés in historischen Kopfsteinpflaster-Gässchen
- Botanischer Garten & „Tree Library“ im King’s Park – mit allen skandinavischen Baumarten
- Volvo-Museum – für Autofans (soll besser sein als man denkt 😉)
Fun Facts über Göteborg
- Adresse 17 ½ – entstand, weil zwei Bauprojekte von entgegengesetzten Enden aufeinandertrafen. Die Hausnummern passten am Ende nicht mehr.
- Bananenland – Schweden essen im Schnitt 20 kg Bananen pro Kopf und Jahr – europaweiter Rekord.
- Stadtmauerlogik – Die alte Stadtmauer war exakt 7 Meter hoch – ein Meter höher als der höchste „Berg“ in Dänemark, und somit eine sichere Absicherung gegen die Dänen 😉 .
- Architekturkritik – Das „Lipstick Building“ (Läppstiftet) wurde einst als Wahrzeichen geplant, es sollte in der gleichen Liga spielen wie Big Ben oder der Eiffelturm – doch wurde schon sieben Mal zum hässlichsten Gebäude Schwedens gekürt.
























